Mein Herzenskater – Abschied von unserem geliebten Joey

Wir mussten von unserem Joey Abschied nehmen – viel zu plötzlich und viel zu früh. 

Ich begreife es noch gar nicht wirklich, dass Joey nicht mehr angelaufen kommt, um mich zu begleiten und mir Gesellschaft zu leisten. Er muss doch immer bei mir sein. Wohin ich mich im Haus auch bewege – Joey ist an meiner Seite. War an meiner Seite. Wir mussten ihn einschläfern lassen. Und das kam viel zu unerwartet…

Joey RIP

 

 Aber manchmal muss man jemanden gehen lassen, damit es ihm besser geht…

Freitag Abend, 22. April, ging es Joey nicht gut. Er wollte nichts fressen, hat nicht auf mich reagiert, war unruhig und hat sich nur zusammengemummelt und verkrochen. Er hatte sichtbar Schmerzen. Sowas hatten wir im Januar 2015 schon mal mit ihm mitgemacht und waren damals mehrfach Nachts beim Not-Tierdienst mit ihm. Die Blut- und Röntgenuntersuchungen ergaben aber nichts, daher hat man auf Koliken getippt. Ich vermutete auch diesmal wieder eine Kolik und hab ihm vorübergehend schon mal „sabsimplex“ gegeben, das man uns damals zur Behandlung für zuhause empfohlen hatte. Über Nacht wurde es aber eher schlimmer und ich ging Samstag vormittag gleich zum Tierarzt mit ihm. Das Blutbild hat dann teils massiv erhöhte Werte, unter anderem der Leber, gezeigt, so dass er stationär aufgenommen wurde. Das letzte Mal, als wir eine Katze beim Tierarzt lassen mussten, unseren Benny, haben wir sie nicht mehr mit nach Hause genommen. Das es diesmal auch so endet, war nicht vorzustellen, aber ich hatte ein schlechtes Gefühl. Ich habe mehrmals mit der Tierklinik telefoniert, um über den aktuellen Stand der Untersuchungen informiert zu sein. Sonntag vormittag kam dann der Anruf, dass die Ultraschall-Untersuchung Tumore an Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle zeigt. So blieb uns keine Wahl – wir mussten ihn für immer einschlafen lassen. Mit nur sieben Jahren. Und von heute auf morgen.

Joey fehlt mir so sehr. Ich vermisse ihn, meinen kleinen Seelenverwandten. Er war mir ein treuer, schmusiger Wegbegleiter. Mit seiner anhänglichen, liebevollen Art ist er buchstäblich in mich hineingekrochen, was eine sehr innige und tiefe Beziehung zwischen uns aufgebaut hat. Er war ein Teil von mir und wird es immer sein. Er hat große Pfotenabdrücke in unserem Herz hinterlassen.

Abschied vom geliebten Tier

Wir Tierbesitzer fühlen uns in unserer Trauer oft unverstanden. Ich weiß nicht, wie es euch da geht. Mir kommen schon auch mal kurzzeitig Gedanken wie „Du kannst dich doch jetzt nicht so hängen lassen. Das versteht doch keiner. Für die ist es doch nur ein Tier…“ Aber ich finde es vollkommen in Ordnung und normal, dass man seine Trauergefühle und die tiefe Verbundenheit zu seinem Tier zeigt. Und es dauert, bis man dieses Erlebnis überwunden und verarbeitet hat.

Wenn ihr auch so etwas schlimmes durchleben müsst: Gestattet euch, traurig zu sein. Lasst die Tränen fließen. Mit der Zeit werden sie versiegen. Sie werden später vielleicht auch immer wieder mal kommen, aber das gehört zur Erinnerung dazu. Denn im Herzen sind wir immer mit unseren Lieblingen verbunden.

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