Puma im Wohnzimmer – gaaanz wild und verschmust

Nicht viele können behaupten einen Mini-Puma zu besitzen. Wir schon.

Anfang 2009 hatten wir den Wunsch, uns eine dritte Katze zu holen. Unsere beiden Britisch-Kurzhaar-Geschwister sind schon etwas faul geworden und wenn so eine kleine Mieze in die Runde käme, würde die den beiden vielleicht wieder etwas Aktivität beibringen. Auf dem Fotoportal Flickr sind wir dann bei einem Fotografen auf eine Rasse gekommen, die uns zuvor vollkommen unbekannt war: Abessinier. Und wir haben uns auf der Stelle verliebt.  Ja, so einen Mini-Puma wollen wir auch haben! Die Suche nach einem Züchter in der Nähe blieb aber eher erfolglos. In Straubing gibts zwar noch einen Zwinger, aber der hatte damals und auf absehbare Zeit keine Kitten. Ich weis nicht mehr wie, aber glücklicherweise sind wir irgendwann auf den Zwinger „el Akbar“ gekommen. Wir haben uns mit der Züchterin in Verbindung gesetzt und sie hatten aktuell sogar Kitten abzugeben! Einige E-Mails und Telefonate später haben wir uns dann für ein Wochenende Mitte März in Leipzig verabredet. Wir trafen uns mit der Züchterin, die aus Berlin kam, bei einer Freundin von uns in Leipzig. Und da war er dann, der kleine Rashid el Akbar, für den wir uns entschieden hatten. Ein wildfarbener Kater. Er ist ein wahrer Schatz! Er ist aufgeschlossen, lebhaft, neugierig, verspielt, aber auch sehr verschmust und menschenbezogen. Zum Bedauern meines Mannes allerdings auf mich. 

Joey, wie wir Rashid umgetauft haben, ist ein richtiger Wildfang. Er würde oft gerne mit unserer Bella durchs Haus toben, aber da spielt sie nicht (mehr) mit. Da gibt es dann ein wildes Gefauche und Joey meint, das Alpha-Männchen raushängen lassen zu müssen. Überhaupt, wenn Joey sich erschreckt oder vor irgendwas den starken Mann markieren will, dann müsstet ihr ihn sehen. Da erinnert er mich eher an ein kleines Äffchen. Er stellt sich dann schräg, macht einen Katzenbuckel mit aufgestellten Haaren und dickem, dickem Schwanz. Und dann läuft er seitlich galoppierend rum. Wenn er aber ganz entspannt rumliegt oder aufmerksam etwas beobachtet oder auf etwas wartet, dann macht er der Altägyptischen Sphinx alle Ehre; soviel Stolz wie er da ausstrahlt. Die Bezeichnung Wohnzimmerpuma ist da überaus treffend.

Wir sind definitiv ein Fan dieser Rasse! Und auch wenn wir unsere Bella über alles lieben und auch die Zeit mit ihrem Bruder Benny wunderbar war und ihn sehr vermissen – wenn wir uns nochmal für eine Katze entscheiden, dann wird es auf jeden Fall wieder eine Abessinier. Der Charakter ist einfach unbeschreiblich toll.

Eine kurze Beschreibung der Rasse „Abessinier“:

Abessinier zählen zu eine der ältesten gezüchteten Rassen. Entsprechend ihrem Namen wurde die Herkunft in Abessinien, dem heutigen Äthiopien, vermutet, ihre Vorfahren stammen aber wohl aus Südostasien. In England wurde dann die Züchtung begonnen. Abessinier zählen zu den Kurzhaarkatzen, haben eine mittelgroße Statur mit langen, schlanken Beinen und sind sehr geschmeidig und muskulös. Die Kopfform ist keilförmig mit anmutigen und weichen Konturen. Die Ohren sind relativ groß und am Ansatz breit, an den Spitzen dagegen leicht abgerundet. Vor allem bei den Kitten sieht es herzallerliebst aus, wenn die Ohrgröße noch nicht zum Kopf passt. Die mandelförmigen Augen sind groß, weit auseinander stehend und ausdrucksstark mit reiner, intensiver bernsteingelber oder grüner Farbe. Ganz besonders ist das getickte Fell, bei dem jedes Haar mehrfach farbig gebändert ist. Die daraus resultierende Fellzeichnung, mit der von Wildkaninchen und -hasen vergleichbar, wird als Agouti-Effekt bezeichnet. Typisch ist die Fellfarbe „wildfarben“. Es gibt aber auch Variationen in Fawn, Blue und Sorrel. In der Pflege ist das kurze Fell relativ anspruchslos. Wöchentliches Bürsten ist ausreichend.

Abbys sind lebhaft, intelligent und für ihre große Neugier bekannt. Sie sind ausgeglichen, relativ stressresistent und gesellig, was sogar unsere Tierärzte immer wieder erfreut feststellen können. Das die Katze Köpfchen gibt und schmust erleben die ja auch eher selten. Wie schon geschrieben, ist diese Rasse aber trotzdem sehr menschenbezogen. Sie sind allgemein auch nicht gerne alleine und für Einzelhaltung nicht geeignet. Wenn noch weitere Katzen gehalten werden, wird schon gerne eine dominante Stellung eingenommen. Davon kann unsere Bella euch auch ein Lied singen.

Viele Grüße

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